#291 - TV Tropes

Shownotes

Alles beginnt mit Buffy: The Vampire Slayer. 2004 gründet ein Fan eine Website, auf der er zusammen mit anderen Fans Erzählkonventionen aus der Serie auflistet: „Abandoned Playground“, „Dark Is Evil“, „School Is Murder“.

Doch schnell wird klar: Mit diesen Begriffen, diesen Tropes, lassen sich nicht nur Details aus Buffy katalogisieren, sondern auch aus anderen Serien, Büchern, Mangas und Videospielen. Die Seite tvtropes.org wird auf einmal zu einem gigantischen Rabbit Hole aus Querverweisen und Hyperlinks. Nerdiges wird zum neuen Kanon: Dragonball Z steht selbstbewusst neben Homers Ilias.

Und es zeigt Wirkung: Gerade die emanzipatorische Filmkritik nutzt Tropes, um patriarchale Erzählkonventionen – mit Erfolg – anzugreifen. Aber sind Tropes wirklich so universell, oder sind sie nicht auch eine sehr einschränkende Art, auf (Pop-)Kultur zu blicken? Sieht man hier manchmal das Eigenständige eines Werks vor lauter Tropen nicht mehr?

In dieser Folge sprechen Lucas & Christian über TV Tropes und die Tropisierung von Filmkritik.

Nächste Woche kommt unser Halloween-Special zur "Final Destination" Reihe. Unterstüzt uns auf Steady, um es zu hören: https://steadyhq.com/cuts

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